Kurzinfo: Gewässerschadenhaftpflichtversicherung

Eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung macht Sinn, wenn man zum Beispiel Ölfässer lagert oder weiterverarbeitet.Definition

Bei Privatpersonen redet man auch von der Öltankversicherung. Sie schützt vor der gesetzlichen Haftung aus dem Besitz und / oder Betrieb gewässerschädlicher Stoffe wie zum Beispiel eines Öltanks für die Heizung.

Was ist versichert?

Versichert ist die Übernahme berechtigter und Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche wegen Fahrlässigkeit. Auch ohne Verschulden (Gefährdungshaftung) haftet, wer gewässerschädlicher Stoffe besitzt, lagert oder verarbeitet.

Versicherungssumme

Wie bei einigen anderen Haftpflichtversicherungen ist die Versicherungssumme höchstmöglich zu wählen.

Fazit

Wenn man bedenkt, dass bereits ein Tropfen Öl bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen kann, lassen sich die Kosten zur Beseitigung einer Ölverschmutzung ausmalen. Dieses Risiko gehört unbedingt versichert und kann zum Beispiel auch wichtig für Landwirte, Großgrund-, Fabrik- oder Tankstellenbesitzer sein, die Öltanks auf Wiesen oder Feldern lagern und somit dem Risiko eines Grundwasserschadens akut ausgesetzt sind.

 

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Kurzinfo: Berufs- und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Eine Berufshaftpflichtversicherung lohnt sich zum Beispiel für Anwälte und NotareDefinition

Hierbei handelt es sich eigentlich um eine spezielle Erweiterung der Betriebshaftpflicht. Sie ist auf die speziellen Anforderungen beratender Berufe ausgerichtet.

Was ist versichert?

Versichert ist die Übernahme berechtigter und Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche aus fehlerhafter Beratung oder fahrlässiger Handlung bei der Berufsausübung. Da es sich um die Regulierung von Vermögensschäden handelt, spricht man auch von einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Versicherungssumme

Hier gilt es die berufsspezifischen Risiken zu berücksichtigen. So haben Anwälte oder Anlageberater ein anderes Anforderungsprofil an die Absicherung aus Vermögensschäden als Hebammen oder Tagesmütter. Daher ist eine fachkundige Risikoanalyse beispielsweise auch für Ärzte, Beamte, Juristen oder Notare notwendig.

Fazit

Die Notwendigkeit des Versicherungsschutzes ergibt sich aus der Beschreibung und teilweise wird eine derartige Absicherung auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Bei Hebammen haben Prämienerhöhung dieser Versicherung fast zu einem Bankrott eines kompletten Berufsstands geführt, da die Höhe der zu zahlenden Beiträge den Verdienst der Hebammen in einigen Fällen sogar übersteigt.

 

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Kurzinfo: Bauherrenhaftpflichtversicherung

Definition

Bei Neu- oder Umbauten von Gebäuden trägt der Bauherr besondere Risiken, insbesondere die Verkehrssicherungspflicht der Baustelle.

Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung kann im Notfall den finanziellen Ruin des Bauherren verhindern

Was ist versichert?

Versichert ist die Übernahme begründeter und die Abwehr unbegründeter Ersatzansprüche von Personen-, Sach- und Vermögensschäden aus dem Bauherrenrisiko. Eine Spezialität ist hier die Deckung sogenannter Allmählichkeitsschäden.

Dies sind Schäden, die nicht akut durch Bagger, Baumaschinen, unzureichende Sicherung der Baustelle, unsachgemäße Lagerung der Baumaterialien und Baustoffe, dem Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht (verschmutzte Straßen) und ähnlichem eintreten, sondern allmählich, nach und nach, bemerkbar werden. Ein Beispiel ist die Absenkung von Nachbargrundstücken oder Schäden an anderen Gebäuden durch Feuchtigkeit, Gase, Temperatur oder Wasser.

Versicherungssumme

Die Versicherungssumme entspricht den bekannten Deckungsvarianten der Haftpflichtversicherung. Standard ist hier 15 Millionen Euro pauschal für Personen- Sach- und Vermögensschaden.

Fazit

Obwohl die einzelnen Gewerke eines Bauvorhabens in der Regel durch Handwerker ausgeführt werden, die auch einen Versicherungsschutz nachweisen müssen und die Bauaufsicht durch Architekten oder Bauträger geführt wird, ist diese Versicherung ein Muss für jeden Bauherren, da er für anfallende Schäden stets einzutreten hat. Bis zur Ermittlung des tatsächlich Schuldigen und dessen Schadensübernahme, kann der Bauherr durch die Verpflichtungen zur Schadensübernahme finanziell ruiniert sein.

Die Versicherungsprämie bemisst sich nach der Bausumme und gilt für die Dauer des Bauvorganges, maximal für drei Jahre. Besondere Bauvorhaben werden individuell geregelt. Oft ist das Bauherrenrisiko mit einer geringen Bausumme Bestandteil der Privat- oder Berufshaftpflichtversicherung. Daher ist eine Überprüfung sinnvoll, damit man weiß, ob eine zusätzliche Haftpflichtversicherung im speziellen Fall noch Sinn macht.

 

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Deutsche zahlen fast 200 Euro im Monat für Versicherungen

Der Europäischer Versicherungsverband (Insurance Europe) zeigt in seinem aktuellen europäischen Vergleich wie hoch die durchschnittlichen Ausgaben für Versicherungen pro Kopf sind. Zur Datenerhebung wurden die Zahlen aus 2012 von 32 europäischen Staaten herangezogen. Demnach gab jeder Deutsche im Jahr 2012 durchschnittlich 2219 Euro für Versicherungen aus.

Die 2219 Euro verteilen sich wie folgt:

  • 1070 Euro für Altersversorgung
  • 716 Euro für Kfz-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Rechtsschutzversicherungen
  • 433 Euro nicht spezifizierte sonstige Versicherungen

Der europäische Durchschnitt liegt bei 1843 Euro pro Kopf und Jahr:

  • 1083 Euro für Altersversorgung
  • 760 Euro für Kfz-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und andere Versicherungen

Bei den Investitionen in ihre private Altersversorgung liegen nachstehende Europäer deutlich vor den Deutschen:

  • Briten 2740 Euro
  • Belgier 1925 Euro
  • Franzosen 1728 Euro
  • Italiener 1146 Euro
  • Niederländer 1135 Euro

Fazit

Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Versicherungswirtschaft. Grundsätzliche Aspekte wie die Einbeziehung der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge bleiben außen vor. Besonders unter dem Aspekt, dass es in der Bundesrepublik zwar eine kaum ausreichende, aber immerhin eine der besten gesetzlichen Rentenversicherungen gibt.

2219 Euro gibt jeder Deutsche im Schnitt jährlich für Versicherungen ausSicher stünde es dem Verband auch gut zu Gesicht darüber zu berichten wie effektiv mit dem Geld der Versicherungsnehmer umgegangen wird, welche Erträge den Versicherten zustehen und welche sie tatsächlich erhalten bzw. was ihnen durch Buchhaltungstricks vorenthalten wird. Bedingt durch die Investitionen in Staatsanleihen, Immobilien, Verflechtung mit Banken und Unternehmen ist die Stabilität der Versicherungswirtschaft genau wie die der Banken fragil und mit Vorsicht zu betrachten. Bei der enormen Anzahl von Zusammenschlüssen bzw. Übernahmen traditioneller und namhafter Versicherer zu verschiedenen Holdings kann man davon ausgehen, dass die finanzielle Unabhängigkeit dieser Gesellschaften kaum der Grund sein kann. Hier wird konsequent auch das Motto „Too big to fall“ verfolgt. Schließlich hat die Rettungsschirminflation gezeigt, dass das Risiko im Ernstfall auf den Sparer und Steuersklaven abgewälzt wird. Sollte die Haftungspyramide der Banken auf die Versicherungswirtschaft übernommen werden, sind dann auch die „Kleinen“ dran. Ein Kapital von 100.00 Euro ergibt für einen 65jährigen bei einer Sofortrente rund 330 Euro. Somit kann sich jeder ausrechnen, wann er gegebenenfalls in die Haftung genommen wird und seine Ansparung zur Sanierung herangezogen werden könnten. Aus diesem Grunde gilt auch hier die Binsenweisheit „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“.

Es soll hier keinesfalls der Eindruck der Angstmacherei entstehen. Der Hinweis „Trau, schau, wem“ gehört einfach mehr denn je zur grundsätzlichen Einstellung eines mündigen Verbrauchers.

Kurzinfo: Betriebshaftpflichtversicherung

Eine Betriebshaftpflichtversicherung gehört zu jedem Unternehmen dazu und schütz vor finanziellen SchädenDefinition

Sie ist die Haftpflichtversicherung für Freiberufler, Handwerker oder Unternehmer und dient zum Schutz gegen Schadensersatzforderungen, die aus der betrieblichen Tätigkeit entstehen können.

Was ist versichert?

Versichert ist die Übernahme berechtigter und Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche aus Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf den Versicherungsnehmer und die jeweiligen Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer betrieblichen Tätigkeit.

Beispiele:

  • Bei Besuch eines Kunden in den Betriebsräumen verletzt sich dieser.
  • Eine Lebensmittelvergiftung verursacht die Einlieferung ins Krankenhaus.
  • Im betrieblichen EDV-System hat sich ein Virus eingenistet. Durch die Internetnutzung wird dieser verbreitet und schädigt andere EDV-Systeme.
  • Der Steuerberater verpasst eine Frist und der Steuerzahler muss unangemessene Steuern bezahlen.

Hier schützt also eine Betriebshaftpflichtversicherung vor den finanziellen Folgen.

Versicherungssumme

Es gilt die höchstmögliche Versicherungssumme zu wählen.

Fazit

Für Betriebsinhaber ist der Abschluss einer Betriebshaftpflicht unbedingte Pflicht, um finanzielle Schäden und Forderungen zu verhindern.

 

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Kurzinfo: Amts- und Diensthaftpflichtversicherung

Definition

Hier handelt es sich um eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung, für die mit hoheitlichen Aufgaben betrauten Bediensteten. Meist sind das Beamte. Sie schützt vor Regressforderungen des / der Dienstherren im Falle einfacher oder grober Fahrlässigkeit.

Der Arbeitgeber bzw. Dienstherr muss dem Kernbereich des öffentlichen Dienstes zuordenbar sein. Dies sind meist Gebietskörperschaften, Anstalten, Körperschaften oder Stiftungen des öffentlichen Rechtes. Erzieher, Kindergärtner und Lehrer bilden hier eine Ausnahme.

Was ist versichert?

Versichert sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die durch fahrlässige bzw. grob fahrlässige Handlungen entstehen und Schadensersatzansprüche durch geschädigte Dritte und / oder Regressansprüche durch den Dienstherren nach sich ziehen. Eine Absicherung gegen den Verlust von Schüsseln der Diensträume, Schäden durch den Gebrauch von Dienstfahrzeugen oder der Verlust hoheitlichem Eigentums ist optional möglich. Hier ist zu beachten, dass die jeweiligen Dienstverträge genau regeln, wann und in welcher Höhe der Dienstherr Regressansprüche geltend machen kann.

Beispiele:

  • Aufsichtspflichtverletzung eines Lehrers bei der Pausenaufsicht
  • Falschberatung eines Bürgers durch einen Beamten
  • sogenannte Begleit- oder Kollateralschaden durch Polizei oder Bundeswehr

 

Zielgruppen (Auszüge)

Für Beamte kann sich eine Amts- und Diensthaftpflichtversicherung lohnenÖffentlich Bedienstete in

  • Bundeswehr
  • Forschungsanstalten
  • Forstwesen
  • Grenzschutz
  • Heilberufen
  • Justiz
  • Kindertagesstätten
  • Kirchen
  • Polizei
  • Schulen
  • Umweltämtern
  • Universitäten
  • Verwaltungen
  • Zoll
  • etc

Versicherungssumme

Die Mindesthöhe ergibt sich aus der möglichen Haftung, die der Dienstvertrag bzw. gesetzliche Regelungen oder Vorschriften vorgeben. Bei Personen- und Sachschäden bieten sich 50 Millionen Euro an. Wenn man die Deckungssumme pauschal abschließt, ist der Vermögensschaden in dieser Höhe mitversichert. Die Höchstsumme je Person sollte 20 Miollionen Euro nicht unterschreiten.

Fazit

Diese Versicherung wird bisher selten in Anspruch genommen. Aus diesem Grund sind die Versicherungsprämien auch sehr günstig. Einige Versicherer bieten diesen Versicherungsschutz als Ergänzung zur Privathaftpflichtversicherung an.

Angesichts der zunehmenden Möglichkeiten zur Überprüfung von Amtsvorgängen erscheint der Abschluss dieser “Berufshaftpflichtversicherung“ für unerlässlich. Besonders das tragische Unglück vom 24. Juli 2010 in Duisburg während der Loveparade zeigt, welche Ausmaße grob fahrlässige Planungen und Aufsichten verursachen können. In dem nun folgenden Prozess geht es nicht nur um die strafrechtliche Aufarbeitung, sondern er dient auch im Ergebnis als Grundlage, um zivilrechtliche Forderungen zu begründen.

 

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Grundlagen der Haftpflichtversicherung (Teil 2)

Kann ein Rettungsschirm für das Auto oder das Haus sein: Eine Haftpflichtversicherung.

Die Versicherungspflicht

Für die Ausübung besonders gefährlicher Berufe, Hobbys, das Halten von Kraftfahrzeugen etc. wird das Bestehen einer entsprechenden Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Im Falle des nicht Bestehens dieses Versicherungsschutzes ist die entsprechende Ausübung untersagt und verboten. Hier ist besonders auf die Folgen eines Mahnverfahrens wegen Nichtzahlung der Versicherungsprämie zu achten, die innerhalb gewisser Fristen automatisch das Erlöschen des Versicherungsschutzes zur Folge hat. Auch muss ich darauf achten, in welchem Teil der Welt ich mich aufhalte. Die aktuell jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen regeln die Versicherungspflicht.

Ein Beispiel:

Die Wassersporthaftpflichtversicherung ist in großen Teilen Europas vorgeschrieben, in Deutschland jedoch nicht.

Arten dieser Haftpflicht sind z. B.

  • Amtshaftpflichtversicherung / Diensthaftpflichtversicherung
  • Berufshaftpflichversicherung (Ärzte, Anlageberater, Juristen, Notare)
  • Jagdhaftpflichtversicherung
  • Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Sportboothaftpflichtversicherung

Freiwillige Versicherung

Ungeachtet, ob Pflicht oder freiwillig, ergeben sich die Risiken aus der individuellen Tätigkeit und des persönlichen Besitzes und Eigentums.

Arten dieser Haftpflicht sind z.B.

  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Berufshaftpflichthaftpflichtversicherung (z.B. für Tagesmütter)
  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Gewässerschadenhaftpflichtversicherung
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.
  • Private Haftpflichtversicherung (die Basis für jede/n Volljährige/n)
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung
  • Wassersporthaftpflichtversicherung

Was ist versichert?

Versichert sind:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensschäden

Ein Personenschaden ist ein versicherter, ersatzpflichtiger Schaden im Rahmen der Haftpflichtversicherung, der die Verletzung, die Gesundheitsschädigung oder den Tod von Menschen zur Folge hat.

Ein Sachschaden ist ein versicherter, ersatzpflichtiger Schaden im Rahmen der Haftpflichtversicherung, der die Substanzschädigung oder Vernichtung von Sachen zur Folge hat.

Ein Vermögensschaden ist ein versicherter, ersatzpflichtiger Schaden im Rahmen der Haftpflichtversicherung, der weder eine Person noch eine Sache unmittelbar schädigt, jedoch durch schuldhaftes Verhalten einem anderen gegenüber einen finanziellen Schaden zur Folge hat. Dabei unterscheidet man zwischen „echten“ Vermögensschäden und Sach- bzw. Personenfolgeschäden, die als „unechte“ Vermögensschäden bezeichnet werden.

Wie hoch sind die Versicherungssummen?

Durch die meist unbegrenzte Haftung sollten wir auch die unbegrenzte bzw. höchstmöglichste Versicherungssumme auswählen. Wir finden oft den Begriff der „Unbegrenzten Deckungssumme“, die jedoch meist mit einer Einschränkung von maximal 7,5 Millionen Euro je Schadensfall oder ähnlichem behaftet ist. Dabei ist darauf zu achten, dass die Versicherungssumme pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden gilt.

 

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Grundlagen der Haftpflichtversicherung (Teil 1)

Objektiv betrachtet ist das größte finanzielle Risiko für Schäden zu haften, für die ich gesetzlich haftbar bin. Die gesetzliche Haftung besteht in der Regel ohne Haftungsgrenze, weshalb ich mich durch eine solche Haftung lebenslang in unbegrenzter Höhe verschulden kann. Damit sind alle Perspektiven eines „normalen Lebens“ unwiederbringlich ausgelöscht.

Seit Einführung des Verbraucherinsolvenzverfahrens besteht unter Umständen die Möglichkeit durch die Anmeldung und Durchführung einer Privatinsolvenz nach sechs Jahren Wohlverhaltensphase eine Restschuldbefreiung zu erlangen.

Die Frage der Haftung ist die grundlegendste für die HaftpflichtversicherungDie Haftungsgrundlagen

a) Ein Haftungsanspruch ergibt sich aus dem BGB

§ 823 Schadensersatzpflicht

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

(2) Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, welcher gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt. Ist nach dem Inhalt des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein.

b) vertragliche Haftung

§ 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung

(1) Verletzt der Schuldner eine Pflicht aus dem Schuldverhältnis, so kann der Gläubiger Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen. Dies gilt nicht, wenn der Schuldner die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat.

(2) Schadensersatz wegen Verzögerung der Leistung kann der Gläubiger nur unter der zusätzlichen Voraussetzung des § 286 verlangen.

(3) Schadensersatz statt der Leistung kann der Gläubiger nur unter den zusätzlichen Voraussetzungen des § 281, des § 282 oder des § 283 verlangen.

c) Gefährdungshaftung

Hier kommt es nicht auf ein Verschulden an, sondern es werden die Haftungsansprüche aus erlaubten Handlungen geregelt, die ein Gefährdungspotential beinhalten.

Gesetzlich wird die Gefährdungshaftung z. B. in nachstehenden Paragraphen geregelt:

  •  § 833 Satz 1 BGB (Gefährdungshaftung des Tierhalters)
  •  § 7 StVG (Gefährdungshaftung des Kraftfahrzeughalters)
  •  §§ 84 ff. AMG (Gefährdungshaftung des pharmazeutischen Unternehmers bei Arzneimittelschäden)
  •  §§ 33 ff. LuftVG (Gefährdungshaftung eines Flugzeughalters)

Einschränkungen und Ausschlüsse der Gefährdungshaftung werden z. B. geregelt

  • bei Vorliegen höherer Gewalt (u.a. § 1 Haftpflichtgesetz, § 7 Abs. 2 StVG)
  • bei Haftung nur bis zu einem festgesetzten Höchstbetrag (u.a. § 31 Atomgesetz, § 12 StVG)

Als typisches Beispiel gilt das Halten eines Hundes. Hier trifft den Hundehalter generell allein aus der Tatsache der Hundehaltung ein Haftungsrisiko. Das gleiche gilt für ein Kraftfahrzeug.

Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist meist freiwillig. Es gibt allerdings auch die gesetzliche und / oder vertragliche Vorschrift zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung.

 

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Digitale Fahrtenschreiber oder fängt man mit Krümel Lemminge?

Für viele Versicherungen könnte es der Schlüssel zum Erfolg sein: Autos mit Fahrtenschreiber (Blackbox), damit der Versicherungsnehmer Rabatt bekommt.Durch die anhaltenden Verluste in der Kfz-Versicherung nimmt die Versicherungswirtschaft einen neuen Anlauf, um mittels Sammeln riesiger Datenmengen das Schadensrisiko genauer kalkulieren zu können. Dies soll durch den Einbau von Fahrtenschreibern in Autos geschehen. Um die Akzeptanz bei ihren Kunden durchzusetzen, bieten sie sogenannte Telematiktarife an. Der Kunde erhält für die Teilnahme und Montage dieses Fahrtenschreibers (Blackbox) vergünstigte Prämien. Nachdem wir den Speck riechen, stellt sich für den Versicherungsnehmer die Frage des Nutzens. Insbesondere unter dem Aspekt, dass der Versicherungskunde bisher enormes Einsparkapital durch das Vergleichen der Tarife verfallen lässt bzw. nicht nutzt, fragt man sich natürlich ob Einsparungen unter 5 Prozent der richtige Anreiz sind.

Daher wollen wir mal die einzelnen Punkte erörtern.

Die Technik

Die kleine, nur wenige Zentimeter große Blackbox ist mit GPS und Mobilfunk ausgestattet. Sie wird über die OBD-Schnittstelle mit der Fahrzeugsteuerung verbunden. Dadurch besteht ein vollständiger Zugriff auf die Fahrzeugelektronik. Wer Zugriff auf die Blackbox hat, der kann auch die Fahrzeugelektronik steuern. So kann man den Motor über Mobilfunk abschalten.

Was wird aufgezeichnet, welche Daten werden gesammelt?

Vorab muss man festhalten, dass durch diese Technik alle mit der Fahrzeugelektronik in Verbindung mit GPS zu ermittelnden Daten in Echtzeit speicherbar und nach Belieben über den integrierten Mobilfunk kabellos übertragbar und abrufbar sind. Eine Einschränkung der sammelbaren Daten ist für den Fahrzeuglenker nicht angedacht. Welche Daten sinnvoll sind, unterliegt wohl dem Ansinnen des Sammlers. Wenn man bedenkt, dass der Sammler generell die Meinung vertritt alles Wissen zu wollen, werden wohl auch alle Daten gesammelt und gespeichert. Irgendwann wird der Sammler daraus einen Nutzen ziehen. Folgende Daten sind könnten von Interesse sein: Abfahrt- Ankunftszeit, Fahrtdauer, Fahrtpausen, Länge und Art der Strecke, Geschwindigkeit, plötzliche Fahrtänderungen durch Bremsen und Beschleunigen, Einhalten der Abstände, Sitzposition, Spiegeleinstellung, Gurtnutzung, Reifendruck, Profiltiefe, Inspektionsstatus, Airbag, Anzahl der Insassen und, und, und.

Wer bekommt meine Daten

Die Daten werden von einem externen Dienstleister (wie T-Systems, Versicherer, Automobilhersteller) gesammelt. Wer die Eigentümer und Gesellschafter dieses / dieser Dienstleister sind, ist von enormer Bedeutung und unbedingt zu beachten. Die Berechtigung zur Einsichtnahme der Daten muss natürlich vertraglich geregelt sein. Es wird propagiert, dass die Versicherungen nur zusammengefasste Daten erhalten.

Ein Beispiel: Es werden keine „Fahrtenbücher“ an die Versicherung übertragen, sondern zusammengefasste Daten über einen gewissen Zeitraum (Woche oder Monat).

Hinsichtlich der Datensicherheit muss sich jeder selbst eine Meinung bilden. Gemeinhin gilt aber die Regel, dass der sicherste Ort meiner Daten ich selbst bin.

Worin bestehen meine Vorteile

Durch einen nutzungsabhängigen Tarif (pay as you drive PAYD) könnte man durchaus Prämien einsparen. Allerdings kann es auch sein, dass ich mehr bezahlen muss oder gar, außer der Pflichtversicherung (Kraftfahrzeughaftpflicht), keinen Versicherungsschutz (zum Beispiel bei Rasern) erhalte. Schließlich werden ja Art und Umfang der Kfz-Nutzung ausgewertet.

Das System bietet zudem eine Notfallmeldung, einen Ortungsdienst im Falle eines Diebstahls, eine Stauvermeidung / Stauwarnung oder auch eine unterstützende Beweisführung bei einem Unfall.

Was hat die Versicherung davon?

Blackboxen, die das Fahrverhalten aufzeichnen, könnten für Versicherungen mehr Licht ins Dunkel des Versicherungsnehmer bringen und für mehr Kontrolle sorgen.Anhand dieser Daten kann die Versicherung mein persönliches Fahrerprofil ermitteln und über sogenannte Scorerpunkte mein spezielles Risiko festlegen. Im Einzelnen werden wohl die zuvor genannten Daten ausgewertet. Somit kann die Versicherung sich die Fahrer aussuchen, die sie sich wünscht. Gleichzeitig kann eine „angemessene“ Versicherungsprämie kalkuliert werden, was die Gewinnerzielungsabsicht erheblich erleichtert. Allerdings sind jährliche Kosten von geschätzten 200 Euro je Fahrzeug recht erheblich. Hier sind bestimmt Einsparungen möglich beziehungsweise notwendig.

Gibt es Erfahrungen aus anderen Ländern?

In den USA ist diese Technik seit 2004 auf dem Markt. Es wird von bis zu 40% Bonus berichtet. Über Malus-Prämien gibt es keine Informationen. Umfragen zufolge soll sich in Europa eine Mehrheit für diese auf Telematik basierte Kfz-Versicherung aussprechen. In Italien wollen sogar 75% der Umfrageteilnehmer solche Tarife nutzen. In Spanien, Niederlande und Belgien werden solche Tarife bereits angeboten. Auch in Deutschland gibt es seit Januar 2014 den ersten Tarif von S-Direkt (Sparkassenversicherung) für vorläufig max.1000 Fahrzeuge.

Pro

Ich bezahle für meine Art der Fahrzeugnutzung, werde für wenige Jahreskilometer, Einhaltung der StVO und defensives, vorausschauendes Fahren belohnt.

Kontra

Durch diese Methode wird jeder Kfz-Fahrer gläsern. So kann man herausfinden, ob ich mich an die StVO halte, wo ich gestern war, wie lange und wo ich mein Kfz abgestellt habe. Auch wird die Solidargemeinschaft weiter verkleinert, sodass auf längere Sicht gesehen der Verbraucher nur Nachteile erlangt. Außerdem kann jede Behörde (zum Beispiel Finanzamt oder Polizei) den Zugriff auf diese Daten verlangen. Möglicherweise kommt auch der betrogene Partner daran.

Fazit

Die Versicherungswirtschaft muss Geld verdienen. Die Kraftfahrtversicherung hat jedoch in den letzten Jahren meist rote Zahlen geschrieben. Das begründet das Interesse das individuelle Risiko noch exakter bestimmen zu können. Um die Akzeptanz im Markt zu erreichen werden alle erdenklichen Vorteile, insbesondere Prämiennachlässe, versprochen. Hier sollte man sich vergegenwärtigen, dass das Interesse der Versicherungswirtschaft nicht meine Ersparnis sondern deren Unternehmensgewinne sind. Folglich erhält der Versicherungskunde keine Geschenke, sondern zahlt wie immer die Zeche. Hier fragt sich der mündige Verbraucher, was die Versicherungswirtschaft tatsächlich beabsichtigt, da im Moment Investitionen von ca. 200 Euro je Kfz notwendig sind. Welche Mehreinnahmen sollen mit diesen Daten generiert werden? Vielleicht sollten sie die Daten beim Automobilhersteller, der ja mit den nahezu serienmäßig eingebauten Navigationssystemen die technischen Voraussetzungen liefert, kaufen.

 

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Welche Versicherungen benötige ich? Und wie viele?

Die Risiken sind genauso individuell wie unser Leben unterschiedlich verläuft. Das bedeutet, dass zunächst ein Check oder eine Analyse meiner Risiken anhand meiner Lebenssituation und Lebensumstände stattfinden muss. Schließlich besteht ein Unterschied darin, ob ich ein alleinstehender Auszubildender mit Wohnsitz bei den Eltern oder ein verheirateter, berufstätiger Familienvater mit drei Kindern und eigener Wohnung bin. Somit sind nachstehende, beispielhafte Punkte von Relevanz und unbedingt zu beachten:

Die persönliche Situation:

Bin ich ledig, lebe in einer Lebensgemeinschaft, verheiratet, getrennt lebend, geschieden oder verwitwet? Habe ich Kinder?

Die berufliche Situation:

Bin ich Schüler, Student, Auszubildender, Hausfrau/Hausmann, Arbeiter, Angestellter, Selbständiger / Freiberufler, Beamter oder arbeitslos? Bin ich im öffentlichen Dienst? Befinde ich mich im Ruhestand?

Die Wohnsituation:

Wohne ich bei den Eltern, in einem Ein- bzw. Mehrpersonenhaushalt, zur Miete, in eigener Wohnung, in eigenem Haus?

Das Einkommen:

Woraus erziele ich Einkommen (zum Beispiel Lohn, Gehalt, Rente, Miete, Pacht)?

Die Vermögensverhältnisse:

Besitze ich ein Auto, ein anderes Fahrzeug, einen eigenen Hausstand, wertvolle Sammlungen, Antiquitäten,  Kunstgegenstände, Immobilien?

Die Freizeit:

Betreiben ich Sport, habe ich ein Hobby?

Ein Versicherungs- und Finanzcheck gibt Auskunft darüber, welche Versicherungen Sinn machen.Das sind nur einige Aspekte, die die Grundlage einer fundierten Beratung und Risikoanalyse darstellen. Nur mit vollständigen und wahrheitsgemäßen Angaben kann der Berater überhaupt eine maßgeschneiderte Analyse erstellen. Danach folgt eine Gewichtung der Risiken von „existenziell“ über „erheblich“ bis „vernachlässigungsfähig“. Anders formuliert: Kann ich mir die finanziellen Folgen eines solchen Schadenseintritts leisten oder würde dadurch meine finanzielle Existenz erheblich gestört beziehungsweise ganz zerstört?

Jahrzehntelange Erfahrungen haben belegt, dass gerade die gering Verdienenden / Vermögenden einen solch hohen Versicherungsbedarf haben, den sie sich nicht leisten können. Vereinfacht heißt es also: Je ärmer, desto mehr Versicherungen. Dieser Umstand zeigt, dass der ernsthaften, kompetenten Beratung eine bedeutende Rolle in unserem Leben zukommt.

Das Ziel einer Versicherung ist es ja mich finanziell so zu stellen, als ob das versicherte Ereignis nicht eingetreten ist. Bin ich nun also finanziell so ausgestattet, dass der Eintritt eines finanziellen Verlustes keinen Einfluss auf meine finanzielle Lebensqualität hat, brauche ich eigentlich keine Versicherung und kann mir die Prämie sparen. Wenn nicht, kaufe ich mir diese Absicherung, zahle ich einen gewissen Betrag und übertrage dieses finanzielle Risiko an eine Versicherung.

 

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